Mensch, wo bist du ?
Mensch, wo bist du ? So
lautete der Leitspruch des Kirchentages 2009 in Bremen. Die Antwort kam prompt
und zwar zu Tausenden. Hier sind wir !
schallte es von den etwa 4700 freiwilligen Helfern und Helferinnen dem
Kirchentagskomitee in Bremen entgegen. Unter diesen Helfern fanden sich etwa
600 Pfadfinder aus 55 von insgesamt 77 Stämmen des Rings evangelischer Gemeinde
Pfadfinder. Sie kamen aus ganz Schleswig Holstein angereist um den Kirchentag
vom 20. bis zum 24.05.09 zu ermöglichen. Selbst eine Delegation Pfadis aus
Sterup fand den Weg an die Weser. „Ohne die Hilfe der zahlreichen Grünhemden
wäre solch eine Veranstaltung gar nicht möglich. Die Pfadfinder gehören auf den
Kirchentag, wie die Butter aufs Brot.“ sagte eine Besucherin aus Kiel, die
bereits in Köln 2005 Kirchentagsluft schnuppern konnte. Am Dienstag den
19.05.09 sind die Steruper mit den Grundhofern und Munkbrarupern gemeinsam vom
Steruper Gemeindehaus abgefahren. Kaum waren sie in Bremen angekommen, ging es
abends gleich mit der Straßenbahn zum Messegelände. Dort sollten sie offiziell
als Helfer empfangen werden. In der riesigen Messehalle gab es einen
lautstarken Empfang. Eine bremersche Samba- Tanzgruppe gab ihr Talent mit
Trommeln und rhythmischen Klatschen zum Besten. Am nächsten Tag standen die
Einteilungen der verschiedenen Arbeitsschichten auf dem Programm. Zu diesen
Arbeiten gehörten die Leitung des
Straßenverkehrs, die Sperrung einiger Durchfahrten und ein Sicherheitsdienst
für die Prominenz des Kirchentages, die am Donnerstag ankommen sollte. Außerdem
gehörten auch scheinbar unwichtige Aufgaben wie Schilder halten und Notausgänge
bewachen dazu. Neben den normalen acht Stunden Arbeitsschichten galt es am
Mittwoch so manch andere Arbeit zu erledigen. Es mussten sämtliche Bühnen für
spätere Konzerte von z.b. den Wise Guys aufgebaut werden. Ein wenig übermüdet
schleppten die Pfadis ein Bühnenteil nacheinander das Gerüst hoch. Am Abend
begann dann die offizielle Eröffnung des Kirchentages. Einige wenige Steruper
Helfer mussten einen Samba Umzug und mit dabei etwa 250.000 Besucher durch
Bremen zum Domplatz führen, auf dem der Abend der Begegnung stattfinden sollte.
75.000 Menschen feierten den Gottesdienst mit. Jeder einzelne bekam eine Kerze,
die später Mitglied eines riesigen Kerzenmeeres wurde. Am Donnerstag ging es
für das Steruper Sicherheitsteam, zum AWD Dome auf das Messegelände, in dem
sämtliche Politiker interviewt werden sollten. Mit dabei waren Angela Merkel,
Wolfgang Schäuble und Helmut Schmidt. Eine 15 stunden lange Arbeitsschicht
stand somit auf dem Programm, da die Pfadfinder nicht ausgewechselt werden
konnten. Schließlich wurden nur sie, was ihre Vergangenheit betraf, vom
Bundeskriminalamt zuvor auf Herz und Nieren überprüft. Zu deren Aufgaben
gehörte es den Bereich vor der Bühne zu sichern und Taschenkontrollen der
Zuschauer durchzuführen. Es sollte schließlich alles friedlich ablaufen. Nach
diesem Politikmarathon waren die Pfadis ziemlich geplättet. Dennoch war es für
alle ein einmaliges Erlebnis die Politiker aus nicht einmal 20 Meter Entfernung
live zu erleben. Die Bka Beamten schienen sichtlich überrascht über die Pfadfinder.
An Lob mangelte es jedenfalls nicht. Der Freitag war gespickt mit kleineren
Aufgaben. Insbesondere die Fragen der Besucher zu beantworten. Für den nächsten
Tag stand etwas ganz besonderes auf dem Programm. Einen Mo-Go (Motorrad Gottesdienst). Dutzende
Motorradfahrer reisten extra an um daran teilzuhaben. Mit einer langen Kette
und jeweils einem Polizistenduo vorne und hinten, fuhren die Biker zum
Gottesdienstplatz. Einige Steruper Helfer übernahmen mit anderen Pfadfindern
die Wegweisung und sorgten somit dafür ,dass diese Bikerkette auch zum
Gottesdienstplatz hinfand. Der Darauf folgende Tag ließ die Stimmung sichtlich sinken.
Es war der Tag der Heimfahrt. Zum letzten Mal ging es in die nun schon zur
Gewohnheit gewordenen Arbeitsschichten. Die Pfadis hatten neben dem Abbau der
Stände in den Messehallen, die Aufgabe auf einer etwa drei Kilometer langen
Straße 167 Reisebusse einzuweisen, die allesamt Gäste für den
Abschlussgottesdienst beförderten. Auch die Abfahrt musste geregelt werden,
sodass es zu keinen Unfällen kommen kann. Es galt wieder Straßensperrungen zu errichten
und den Verkehr zu leiten ohne eine Massenkarambolage zu verursachen. Zum
Schluss noch einige Fakten zum Kirchentag in Bremen. Es waren 270.000 Besucher
dort. Fast 4700 Helfer halfen und falteten über 40.000 Papphocker !!!